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A Beautiful Mind

A Beautiful Mind
drama , usa 2004
original
a beautiful mind
regie
ron howard
drehbuch
akiva goldsman
cast
russell crowe,
jennifer connelly,
ed harris,
paul bettany,
christopher plummer, u.a.
spielzeit
129 Minuten
kinostart
28. Februar 2002
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

"A Beautiful Mind" ist ein Film wie sein Thema. Diese lose Biographie des Mathematikgenies John Nash, der sich durch jahrelange Schizophrenie und Paranoia kämpfen musste, um dann letztendlich einen Nobelpreis für seine Verdienste in Empfang zu nehmen, ist ein wenig wie Nash selbst: Die Brillanz brodelt ständig unter der Oberfläche, aber sie wird von anderen Einflüssen davon abgehalten, sich voll zu entfalten. Dieser Film, in all seiner Kalkuliertheit, seiner Umsetzung mit der Oscarnominierung im Hinterkopf, sollte nicht funktionieren - und tut es erstaunlicherweise über weite Strecken doch.
Gleichwohl stellt "A Beautiful Mind" jeden Rezensenten vor ein enormes Problem. Zuviel über die Geschichte und ihre verzwickte eigene Logik zu verraten, hieße ihn seiner Stärke zu berauben. Mit erstaunlich vielen kleinen dunklen Momenten für einen Feelgood-Regisseur wie Ron Howard schreitet dieser Film fort. Dabei ist das Geheimnis von "A Beautiful Mind" nicht so sehr eine Pointe im Sinne von "The Sixth Sense" sondern vielmehr die Essenz der Geschichte. Howards Regie und das brillante Spiel machen es in den intensivsten Szenen möglich, das Gefühl von Schizophrenie nicht nur erzählt zu bekommen, sondern zu erleben. Leider gibt es für jede dieser Szenen eine Szene voll unnötiger Hollywoodroutine. Gerade im letzten Drittel des Films schlagen Howards ("Der Grinch", "Apollo 13") übliche Untugenden, beispielsweise das Überziehen seiner Geschichten mit einer gehörigen Portion Schmalz, deutlich durch und hier wird dann ein tränenschwangerer Seifenopernmoment an den anderen gehängt. Was freilich die vorausgehenden knapp zwei Stunden nicht weniger intensiv oder interessant macht, den Gesamteindruck jedoch deutlich stört. Zumal man sich den größten Fehltritt mit der Filmmusik von James Horner leistet, einer seiernden pompösen Kitschangelegenheit, die dann nur noch getoppt wird von dem wahrlich unglaublichen Schmachtfetzen "All Love can be" - ein Graus von einem Lied - von der "niedlichen" Charlotte Church, direkt aus Amerikas Wunderkind-Klonfabrik.
Das musikalische Dilemma kennzeichnet das Dilemma des Films, der in sich selbst ein wenig schizophren ist: In seinen besten Momenten - beispielsweise der auch visuell brillanten Umsetzung von Nashs Gabe, für andere unersichtliche Codes zu erkennen - erreicht Howard eine kaum für möglich gehaltene Spannung und Dramatik, die sich eben nicht aus aufmerksamkeitsheischendem Sensationalismus ergibt. Gleichzeitig scheint eine andere, weitaus bekanntere und berüchtigte Seite Howards nach eben diesen, jenen "großen Filmmomenten", zu schreien, einen Impuls dem der Regisseur Gott sei dank erst spät nachgibt. Der beste Teil des Films ist der düstere Mittelteil, in dem den Zuschauern und Charakteren gleichermaßen die erschreckenden Wahrheiten in Nashs brillantem Hirn offenbart werden, in dem die vorher seltsam klischeehaft anmutenden Figuren und Geschehnisse aus der ersten Hälfte plötzlich Sinn bekommen, eine verquere wie in sich stimmige Logik entsponnen wird.
Was diesen wie ein menschliches Gehirn wahnsinnig fragilen, stellenweise brillanten, stellenweise trivialen Film zusammenhält sind die Schauspielerleistungen. Dass Russell Crowe den Oscar für seine Rolle in "Gladiator" im letzten Jahr bekam, weil er ihm unfairerweise ein Jahr zuvor für "The Insider" verwehrt wurde, ist ein offenes Geheimnis. Dass Crowe diesen Darsteller-Oscar für den völlig falschen Film bekommen hat ist spätestens jetzt ein Faktum. Seine Verwandlung hier versetzt ein weiteres Mal in blankes Staunen. Bei der Besetzung eines exzentrischen, introvertierten und linkischen Mathematikers wird wohl den wenigsten als erstes der bullige Australier in den Sinn kommen. Aber mit jeder Geste, jedem scheuen Blick zu Boden, vollbringt Crowe seine Meisterleistung in einer subtilen Darstellung, die man ihm - diesem Büffel von einem Mann - nie zugetraut hätte. Nicht weniger großartig Jennifer Connelly als Nashs mutige und lang leidende Frau Alicia. Karrierehöhepunkt, schlicht und einfach. Dass beide Darsteller für ihre Rollen Golden Globes einsackten ist höchst berechtigt, gleichwohl darf man nicht die hervorragenden Leistungen von sowohl Paul Bettany als Nashs Zimmergenosse Charles als auch Ed Harris als CIA-Mann Parcher vergessen.

"A Beautiful Mind" ist ein Film, der sich selbst ein Bein stellt und daher kurz vorm Ziel ins Stolpern kommt. In seinem Begehren nach Anerkennung - sei es seitens der Academy Awards Jury, sei es seitens Kritiker, die Drama mit sozialen Anliegen seit jeher lieben - entwickelt man hier eine eigene, packende Art und Weise, das Phänomen Schizophrenie auf Zelluloid zu bannen um diese dann für Hollywoodroutine aufzugeben. Immerhin kann man sich trösten dass dieser Film sich für 2/3 auf dem richtigen Weg befindet, wo so manches Vehikel aus der Traumfabrik bereits nach fünf Minuten den Geist aufgibt. Apropos Geist: Hier sind wir wieder beim Anfangsproblem. Wäre Ron Howard ein wenig mehr wie John Nash, der zeitlebens auf der Suche nach einer original idea war, dann hätte hier ein Meisterwerk herauskommen können. So bleibt es bei einer Schauspieler tour de force mit brodelndem Unterboden. Und das entstammt zwar nicht einem brillanten Geist, anregende Geistesnahrung ist es aber schon. Und das ist in diesen Zeiten der Blockbustermentalität doch schon was.

Simon Staake

10

dieser film ist und wird der beste sein den ich jemals gesehen habe!!!
er hat mich sehr zum nachdenken gebracht!
und deshalb 10 von 10 augen!!!

9

ich habe den film erst heute gesehen und finde die kritik von herrn staake ziemlich unangebracht- zwar ist der film anfangs recht langweilig, überrascht aber dann mit wendungen, die man nicht erwartet hätte.
zu denken, das leben des john nash könnte doch 1:1 auf den film übertragen werden, ist meiner ansicht nach recht naiv- welcher kinogänger hat denn auch lust auf einen fünfstündigen film?
ich finde den film jedenfalls sehr gut und ich denke, dass der großteil der leute das ebenso sieht. warum hätte er denn sonst vier oscars bekommen, herr staake? das dürfte doch wohl kaum zufall sein...

9

Kaum ein Film hat mich so berührt wie dieser. Natürlich lässt sich Schizophrenie kaum realitätsnah darstellen und in diesem Fall sind ja auch eher angenehme Halluzinationsformen mit dabei. In der Regel ist es eine grausame Krankheit. Das besondere ist die wahre Geschichte und der Umstand, dass Nash über einen außergewöhnlichen Intellekt verfügt, der ihn sowieso von den "Normalbürgern" isoliert. Wer mehr erkennt und Beziehungen sieht, die anderen verborgen sind, kann dies oft nicht mitteilen. Allerdings ist gerade der außergewöhnliche Verstand und seine Logik für Nash ein einzigartiges Werkzeug, das ihm ermöglicht hat, mit seiner Schizophrenie in der "Normalwelt" zu leben. Das ist wohl einmalig.
Die Musik ist vielleicht Geschmackssache: Mir gefällt sie sehr gut. Wie anders als durch Filmmusik kann man Dramatik und Emotionen unterstreichen?
Insgesamt ein phantastisch gespielter Film und ein gelungenes Drehbuch.

Der Film ist ein Meisterwerk und ich glaube Herr Staake hat ihn nur nicht richtig verstanden! ;-)

10

mich interessiert nicht so sehr, wie authentisch der Film das Leben Nashs darstellt, auch nicht wie authentisch das Krankheitsbild Schizophrenie dargestellt wurde. Mich fasziniert, dass dieser Film es über sehr weite Strecken geschafft hat, meine Wahrnehmung zu verwirren, mich aufs Eis zu führen.

wieso brauchen wir kritik von anderen? jeder sollte sich doch sein eigenes bild machen. und unsere lieben filmkritiker, die dafür noch geld kriegen, finde ich (....ich denke die passenden worte sind....) zum kotzen! der film ist für mich ein meisterwerk. diese ganzen kleinen details und hintergründe die für die filmkritiker eine achsogroße rolle spielen interessieren mich nicht! der film hat mich bewegt. (PUNKT)

10

Wenn man sich sämtliche Meinungen hier so durchliest,so kommt man letztendlich zu dem Ergebnis,dass diejenigen,die hier was von Kitsch und misslungenem Ende schreiben,leider nichts von vernünftiger Kritik verstehen. Der Film ist durchweg brilliant und wer das nicht erkennt,hat ihn entweder nicht verstanden oder grosse Teile und Zusammenhänge verpasst.
Und noch etwas: Hier geht's nicht darum,ein medizinisch korrektes Abbild dieser Krankheit wiederzugeben,sondern lediglich um Unterhaltung. Das haben einige leider immer noch nicht verstanden.

Meiner Meinung nach zählt dieser Film zum Besten,was bisher in Hollywood produziert wurde. Ohne wenn und aber...

8

habe mir den film gestern sehr erwartungsvoll angeschaut....qualitativ sehr gut umgesetzt von der schauspielerbesetzung bis hin zu dem perspektivenwechsel, der beim zuschauer für einen "aha - effekt " sorgt. das viele episoden aus dem realen leben von nash wegfielen ist nicht verwunderlich, denn es ist wahrlich schwer, die wahrnehmung und das empfinden von schizophrenen menschen technisch darzustellen bzw. wiederzugeben.

wenn man nicht weiß, welche intention der regisseuer verfolgt(unterhaltung oder aufklärung) sollte man dieses auch nicht kritisieren. denn der film ist wirklich bis aufs kleinste detail durchdacht....

dieser hollywoodfilm soll primär nicht für die aufklärung dieser schleichenden und unberechenbaren krankheit (ist aber ein positiver nebeneffekt) sondern wirklich nur zur unterhaltung dienen.

teilweise sehr witzige / humorvolle interaktionen ("Glaubst du an glück?" "Nein. aber ich ordne jeder situation einen wert zu ")
welche die figur nash als sehr sympathisch auf den zuschauer wirken lassen.
trotz hollywood - essenz : genie und wahnsinn liegen wirklich sehr nah bei einander. auch wenn nash faszinierenderweise gelernt hat mit seiner krankheit zu leben, so ist dies wirklich selten.
übrigens : altertümlicche methoden wie elektrokrampftherapie etc. wird heutzutage in der psychiatrie kaum noch angewendet.

insofern ein gelungener film, weil er für hollywood verhältnisse recht anspruchsvoll ist!(leider existieren zu dieser thematik kaum filme, obwohl 1 % der bevölkerung davon betroffen sind - ebenso viele leiden an diabetes)

9

Habe seit längerem keinen so guten Film mehr gesehen. Der Film hat mich emotional mitgerissen und nachdenklich gemacht.
Ganz im Gegenteil zu manch anderen fand ich den Schluss super, ich liebe Filme mit "Happy End".

10

großartige schauspielerische leistung
erstaunliche handlung
...
was braucht man mehr
UND der film hat ein happy end:D

10

einfach genial !!
man ist auf der seite des hauptdarstellers, dass man es gar nicht wahrhaben will das er schiezofren (oda wie das geschrieben wird) ist.

9

Eine klasse Leistung!!! Habe seit längerem keinen so guten Film mehr gesehen, er war sehr emotional und das krankheitsbild der Schizophrenie wurde glaubwürdig dargestellt. Meiner Meinung nach war der Film keineswegs kitschig, da es ein wahrer Liebesbeweis ist, das die Frau immer zu ihm gehalten hat und für ihn da war!!!

10

Super guter Film.
Das Ende erschien mir arg kurz, aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt.
Zu Beginn dachte ich der "Psychater" käme vom Pentagon und sollte Nash unglaubwürdig aussehen lassen, falls der in Erwägung ziehen sollte mit seinem Wissen an die Öffentlichkeit zu gehen :D

10

besser geht für mich nicht.
zugegeben, ich bin sowieso der weltgrößter Crowe-Fan und doch finde ich ihn besonders in dem Film sensationell. Ein Muss.

Ein wirklich fantastischer

9

Ein wirklich fantastischer Film.

Super Schauspieler und gelungene Handlung!

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