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Sieben Leben

Sieben Leben
drama , usa 2008
original
seven pounds
regie
gabriele muccino
drehbuch
grant niepor
cast
will smith,
rosario dawson,
woody harrelson,
barry pepper, u.a.
spielzeit
123 Minuten
kinostart
8. Januar 2009
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

 

Nun ist endgültig Schluss mit lustig. Wer vor ein paar Jahren an einen Film mit Will Smith dachte, dem sind im gleichen Gedankengang sicher auch Schlagworte wie "Action", "Grimassen" und "flotte Sprüche" in den Sinn gekommen. Die Darstellung des Muhammad Ali bestätigte als Ausnahme die Regel. Doch seit einigen Jahren hat die Karriere des Publikumsmagneten nun scheinbar einen neuen Weg eingeschlagen. Dem "Vom Tellerwäscher zum Millionär"-Drama "Das Streben nach Glück" folgte der apokalyptische "I am Legend" und selbst ein Sommer-Blockbuster wie "Hancock" entwickelte sich in seiner zweiten Hälfte plötzlich zur bierernsten Angelegenheit. Mit "Sieben Leben" steuert die reifere Karriere des Stars nun auf einen vorläufigen Höhepunkt zu. So ernst, so traurig war ein Will Smith-Film noch nie.

Und auch selten so geheimnisvoll. Weshalb eine herkömmliche Inhaltsangabe an dieser Stelle wenig Sinn macht. Jedes Wort könnte bereits zu viel verraten. Beschränken wir uns also darauf, das Szenario grob zu umreißen: Zu Beginn von "Sieben Leben" sehen wir den von Will Smith dargestellten Ben Thomas, wie er am Telefon seinen Selbstmord ankündigt, und erfahren, dass Gott die Welt in sieben Tagen geschaffen und Ben Thomas sein Leben in nur sieben Sekunden gegen die Wand gefahren hat. Ein sichtbar lebendiger Ben Thomas begibt sich im Anschluss auf eine Reise (immer mal wieder unterbrochen durch kurze Flashbacks), die ihn mit sieben Menschen zusammenführt, welche allesamt an irgendetwas leiden. Ezra Turner (Woody Harrelson) beispielsweise ist blind, Connie Tepos wird von ihrem Freund schikaniert und Emily Posa (Rosario Dawson) hat ein schwaches Herz und gerade ihren Job verloren. Sieben Menschen stehen auf Bens ominöser Liste. Welchen Plan er verfolgt, ob und wie er ihnen helfen möchte und kann, das ist das Thema von "Sieben Leben".

Für Will Smith bedeutet "Sieben Leben" die zweite Zusammenarbeit mit Regisseur Gabriele Muccino nach "Das Streben nach Glück". Dass es erneut für eine Oscar-Nominierung reicht, darf man getrost ausschließen, unbedingt verdient wäre es nun auch nicht. Keine Frage: Der einstige "Prinz von Bel Air" weiß als Charakter-Darsteller durchaus zu überzeugen. Sein Handeln und seine Worte sind von innerer Traurigkeit durchzogen, sämtliche kleinen Albernheiten wurden aus Gestik und Mimik verbannt. Zusätzlich gilt es zu würdigen, dass Smith es hier mit einer Figur zu tun hat, bei der beim Zuschauer für lange Zeit einige wichtige Fragen offen bleiben. Doch trotzdem muss der Zuschauer mit den Häppchen, die ihm vorgesetzt werden, zurecht kommen. Dank Smith gelingt das. Es wäre aber übertrieben, zu behaupten, dass ihn das gleich zu einem überragenden Schauspieler macht. Eine überraschend solide bis gute Darbietung - das trifft es.
Aber was ist es nun, was diesen Film, abgesehen von der überzeugenden Leistung des Hauptdarstellers, auszeichnet? Nun, zum einen sind das die ebenso überzeugenden Leistungen seiner Kollegen. Es ist bekannt, dass ein Woody Harrelson ("Transsiberian", "No Country for Old Men") oder ein Barry Pepper ("25 Stunden", "Der Soldat James Ryan") einen Film bereichern kann. Das ist im vorliegenden Fall nicht anders. Durchaus überraschend ist da eher der starke Auftritt von Rosario Dawson ("Rent", "Sin City"), die Herrn Smith ja bereits aus dem "Men in Black"-Sequel kennt. So wie sie die vom Leben gezeichnete, schwer erkrankte Emily spielt, lässt es sich sehr leicht nachvollziehen, warum Ben Thomas für diese Person viel mehr Zeit aufbringt als für alle anderen und warum er dank ihr fast seine "Aufgabe" vergisst.

Und diese Aufgabe ist es, neben dem Cast, die aus "Sieben Leben" die erste positive Überraschung des neuen Jahres macht. Trotz einiger nicht zu leugnender dramaturgischer Mängel, die sich unter anderem darin ausdrücken, dass man sich - auch in Folge der ordentlichen Laufzeit - schon gelegentlich den Abspann herbeiwünscht, gelingt es Regisseur Muccino eben anhand dieses größeren Planes, den Zuschauer immer wieder emotional an das Geschehen zu binden. Dabei kommen dann auch wunderschöne, zugegeben mitunter reichlich kitschige Szenen zustande, in etwa wenn Ben Emily in den Momenten ihrer größten Angst beisteht oder für sie eine Überraschung vorbereitet, die ihr ebenfalls enorm viel bedeutet. Überhaupt ist es schön mit anzusehen, wie Emily zu Ben schrittweise Vertrauen fasst, nachdem sich dies in der Ausgangslage (Ben: treibt Steuern ein, Emily: hat nicht gezahlt) nicht wirklich anbietet.
Unumstrittener Höhepunkt sind jedoch die letzten zehn Minuten, die dem gesamten Geschehen noch einmal eine dramatische Wende geben. Weil dieser Schluss so grandios inszeniert und so traurig ist und weil man kaum imstande ist zu sagen, ob er mehr deprimiert als ermutigt, sorgt er für ein Gefühl beim Verlassen des Kinosaals, das mit Worten erstmal nicht so recht zu beschreiben ist. Sicher bietet die Auflösung auch Angriffsflächen (die von nicht wenigen, vor allem amerikanischen Kritikern auch eifrig genutzt werden), doch für Momente wie diese sollte man gerne bereit sein, kleine Abstriche in Sachen Logik in Kauf zu nehmen.

Man darf sich nicht täuschen lassen, auch nicht vom schwachen Trailer. Was auf den ersten Blick wie ein massenkompatibles Gut-Mensch-Rührstück mit Pseudo-Anspruch wirkt, nicht zuletzt aufgrund der Beteiligung von Everybody's Darling Will, entpuppt sich schon recht schnell als Smiths künstlerisch vielleicht wertvollster Film, als kontrovers diskutierbar und - was natürlich im Endeffekt entscheidend ist - als eines der Highlights, nicht in der Historie des Kinos, aber sicher im bisherigen Schaffen von Will Smith.

René Loch

6

erstmal: der verdammt noch mal größte, was sag ich, RIESIGSTE Hund der filmgeschichte!

zweitens: leider viel zu vorhersehbar um wirklich so traurig zu sein wie der rezensent meint...aber gut geschauspielert (wobei will mir etwas zu viel "leidet") und schön ruhig erzählt...vl zu ruhig?

5

Kein großes Kino. Das Kernthema spring einem nach 30 Minuten ins Gesicht und nimmt das Mysteröse des Films. Will Smith überzeugt mich als Drama-Actor nicht und echte Tiefe hat dieser Film trotz des schweren Themas dann letztendlich auch nicht. Irgendwie nicht gut, aber auch nicht schlecht.

7

Kann mich der Meinung der Rezension im größten Teil anschließen. Nur "gepackt" hat er mich nicht so ganz. Deshalb auch nur 7 Augen.

3

Was Bommel sagt: definitiv kein großes Kino. Zäh, langweilig, und zäh würd ich sagen. Auch die letzten 10 Minuten, das "große Finale" viel eher mau aus. Auch wenns sehr vorhersehbar war, wollte ich den Film dann doch zu Ende gucken, war aber auch froh als es endich vorbei war. Ins Kino gehen lohnt nicht; einmal auf DVD anschauen reicht völlig.

8

Bewegend !! Teilweise wirklich tolle Einstellung..

8

hammer film. lohnt auf jeden fall. gerade, da nicht alles sofort auf den tisch gepackt wird und man sich, ohne eine kritik oder inhaltsangabe gelesen zu haben, erst mal in den film einfinden muss, sehr "spannend" und ungewöhnlich gemacht. kann der kritik 100% zustimmen. teils ein kleines bisschen ziehend, aber wie/wo hätte man kürzen sollen. absolut unglaublich der schluss. meine güte, tränenalarm. männliche zuschauer finden ihn vermutlich zu kitschig, zu wenig action-/spannungsreich im gegensatz zu altbekannten will smith's - aber ich finde, genau diese stille und traurigkeit machen den reiz des films aus. wirklich toll!

4

Komplett hohler Amibetroffenheitsblödsinn -
Will Smith ist als Schauspieler sowas von überbewertet - aber naja - hierzulande interessiert es wahrscheinlich sowieso kaum jemanden.
Hollywood ist am Ende - garnicht so sehr finanziell, sondern spirituell.

4

Ich fand den Film sehr sehr langatmig. Wusste nichts von dem Inhalt und dennoch hat man schnell herausgefunden was der gute Will vor hat. 4 Punkte!

10

Also ich fand den Film absolut beeindruckend. Technisch ein sauberer Film. Aber ich finde die wahre Stärke liegt beim Drehbuch. Geschichten mit Schicksalen verschiedener Menschen, wurden sicherlich schon des öfteren verfilmt. Aber, so wie ich finde selten so spannend. Da man zu Beginn des Films aber wirklich überhaupt keine Ahnung hat, was dieser Ben Thomas vorhat und wieso und warum und überhaupt finde ich das ganze sehr spannend. Sicher ist ab Mitte des Films das Ende unausweichlich absehbar, aber eben nicht der Grund, die Einzelheiten, man will verstehen worum es geht. Und das macht den Film sehr interessant. "Schön" ist er nicht dieser Film, zu düster und traurig ist die Atmosphäre als auch die techniche Gestaltung dieses Films. Wenn man nur daran denkt, dass der Film in Los Angeles spielt, kann man dies kaum glauben, angesichts solch düsterer und dunklen Aufnahmen der Metropole. Was mich an der Rezession gestört hat, ist dass einem Will Smith hier nur eine überzeugende aber keine herausragende Leistung attestiert wird. Ich meine er spielt diese Roll perfekt ohne auch nur einmal in den engen Close-up Aufnahmen zu entäuschen. Hier leidet er eindeutig unter seinem Image als Action-Held, welches sich Kritiker für negative Beiträge zu Nutzen machen. Aber leistungsmäßig finde ich es überragend was er hier zeigt. Finde es halt allgemein schade, dass gut budgetiertes und vielleicht doch noch massentaugliches Charakterkino bei den Kritikern so häufig durchfällt. Ich meine nur weil sich aufgrund des Mitwirkens von Herrn Smith viele Leute den Film ansehen werden, und er durch die Medien einen hohen Bekanntheitswert genießt, kann er trotzdem verdammt gut sein. Und ich finde er ist es. Und ich kann nur empfehlen sich den Film reinzuziehen. Er ist ums treffend zu beschreiben: INTERESSANT

3

Was für ein völlig überambitionierter schmalziger Käse, igitt !

Dann sehe ich Wilhelm Schmitz aber lieber in knackigen Actionfilmen.

*schauder*

4

Extrem zwiespältig das Ganze! Ja, Smith macht seine Sache gut und der Druck auf die Tränendrüse ist sehr gekonnt. Aber dieser ewig lange Anlauf, den der Film braucht, um mal in Gang zu kommen! Die erste halbe Stunde ist wirklich langweilig, und ich habe mich gefragt, was der Film soll.
Und letztlich frage ich mich das auch danach!

Da ich finde, man sollte unbedingt über die Aussage, das Anliegen des Films diskutieren und da kommt man nicht umhin, was zum Inhalt zu schreiben. Daher:

ACHTUNG SPOILER! Bis zum Ende.

Wenn jemand einen Unfall mit Todesfolge verursacht hat, dann ist das ohne Frage ein unglaublich schreckliches Erlebnis, mit dem man sein ganzes restliches Leben leben muss. Die Entscheidung, die Wiedergutmachung ganz gezielt inkl. des eigenen Todes zu versuchen, ist dabei sehr fragwürdig. Er sucht sich also die Menschen raus, die Hilfe brauchen, vorausgesetzt sie sind durch und durch gut. So spielt er sich als Richter auf, wer es verdient hat und wer nicht. Die Familie, die er durch seine Handytelefoniererei am Steuer umgebracht hat, war auch nicht gezielt ausgewählt.
Warum auf diese Weise? Warum selber sterben, wenn man lebend den Rest seines Lebens „der guten Sache“ widmen könnte? Mit der Schuld zu leben und leben zu müssen, ist die größte Strafe. Kann verstehen, wenn er denkt, dass er nicht mehr das Recht hat, glücklich zu werden. Aber damit kann man sich auseinandersetzen. Da kann man Hilfe suchen und bekommen. So ein egoistischer Alleingang mit garantiert ewiger Märtyrerverehrung, pfui.
Kann man ja alles anders sehen, aber es einfach so hinzustellen, als die großartige Lösung eines tragischen Ereignisses, ohne Alternativen zu zeigen, ohne die Hauptfigur oder wenigstens jemanden anderes mal über den Tellerrand blicken zu lassen – das ist schwach, verdammt einseitig, kurzsichtig und ärgerlich. Und dann schafft es dieser Film auch noch, dass ich die letzten 10 Minuten durchflenne.
Mann, was für eine Aussage soll man da jetzt mitnehmen?

Rezension hört sich geradezu verdächtig an. Schmalzsuppe zur Vitaminbombe schöngeredet? Rosario Dawson ist eine gute Schauspielerin. Will Smith schaut jede Frau sich gern an. Ob das ausreicht, um über die vermutlichen Längen dieses Films hinwegzutragen? Ich habe eher keine Lust, das auszuprobieren.

Handlung & Plottwist: Absolut ungenießbar! Und implizit auch noch eine mehr als fragwürdige (gesundheits-)politische Botschaft. Ich finde diesen Plot vermessen, eine Frechheit.

will smith einer der besten schauspieler überhaupt einer seiner besten filme hitch und hancock

8

Der Film ist mehr als gelungen,ich fande Ihn sehr gut...,der Regisseur Gabriele Muccino hat sehr gute Arbeit geleistet,Will Smith für mich,derzeit einer der besten Schauspieler...

8

Hat mir gut gefallen, obwohl ich nicht auf Dramen stehe.

8

Sehr schöner,trauriger,berührender Film!!!

3

die kritik kann ich nicht nachvollziehen.

schauspielerische leistung hin oder her... der film ist so unlogisch und auf die tränendrüse drückend, dass es schon unerträglich ist.
und gerade das ende führt einem das vor augen.

zumal einem diese am filmende offenbarte unlogik bis zum ende vorenthalten wird - man rechnet ja noch mit einer auflösung, aber was dann kommt ist nicht weit von lächerlichkeit entfernt.

ich empfand die zeit, die ich diesem film geopfert habe, als verschwendet !

9

ein ganz toller film, der auch noch nachwirkt und nicht beim abspann vergessen ist.
1 punkt abzug, weil ich so viel geweint habe...

die leistung von will smith fand ich mehr als solide, manchmal hat mir der ausdruck auf seinem gesicht gereicht um wieder ein paar tränchen zu vergießen. das können heutzutage nicht viele schauspieler, so spielen, das wenn man ihnen in die augen sieht, man ihnen die sache abkauft.

empfehlenswert, aber nichts für leute die nah am wasser gebaut haben.

9

Sehr gelungener Film einfach spitze
Eine Geschichte wie sie emotionaler nicht sein könnte!
Kann dem vorredner "roaches" nur sagen das logik in einem film nicht alles ist denn was zählt an solch einer geschichte ist die menschlichkeit die einigen menschen heutzutage einfach fehlt!

1

Ohje! Selten hab ich einen Film gesehen der dermaßen vor sich hinplätschert. Man spürt förmlich wie während des gesamten Films die Tränen des Publikums erzwungen werden sollen indem sich die Handlung wirklich nur auf der emotionalen Schiene abspielt. Der Film hat weiter überhaupt keine Highlights und selbst das Ende ist enttäuschend. Ne also schauspielerische Leistung, egal von wem, kann hier den Film auch nicht mehr retten. Kaum zu glauben, dass manche beim Anschauen dieses Films nicht an totale Zeitverschwendung denken. Scheint es wohl dennoch zu geben; ich gehör nicht dazu. Das war leider absolut gar nix!

9

sehr bewegender berührender und tiefsinninger Film.Die Masse,die Wilm Smith als Held aus Actionfilmen und Clown aus Komödien kennt,wird mit diesen Film leider nichts anfangen können.Würde mir wünschen,Will Smith macht mehr solcher Filme!

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