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The Happening

The Happening
katastrophenfilm , usa 2008
original
the happening
regie
m. night shyamalan
drehbuch
m. night shyamalan
cast
mark wahlberg,
zooey deschanel,
john leguizamo,
ashlyn sanchez, u.a.
spielzeit
90 Minuten
kinostart
12. Juni 2008
homepage
http://www.the-happening.de
bewertung

4 von 10 Augen

In den letzten Jahren stellte sich ja immer öfter eine Frage, zu der das Objekt selbst massiv beitrug. Die Preisfrage: Shyamalan - Schamane oder Scharlatan? Denn während sich der indisch-amerikanische Filmemacher selbst ganz eindeutig als ersteres identifiziert, sehen Publikum, Kritiker und auch Branchenmitarbeiter ihn zunehmend als letzteres. In diese Situation hat sich Shyamalan mit seinem mit ordentlich Egomanie durchsetzten Privatmystizismus selbst gebracht, resultierend im Komplettflop seines letzten Films "Das Mädchen aus dem Wasser", der bei Publikum und Kritik vollständig durchfiel (zu den wenigen Ausnahmen gehörte unsere damalige Filmszene-Kritik). Das chaotische Drumherum dieser Produktion, unfreiwillig gnadenlos im eigentlich als Werbeprojekt geplanten Buch "The Man Who Heard Voices" verewigt, zeigte dann Shyamalan als zusammen mit Michael Bay wohl größtes Ego in Hollywood.
Da wird seine Hausfirma Disney unter größtem Protest verlassen und als böse beschimpft. Ihr Verbrechen: Haben die bösen Produzenten bei Disney doch tatsächlich die Frechheit, Shyamalans heiliges Drehbuch nicht an ihrem freien Wochenende zu lesen, obwohl das laut Eigenaussage doch "keine Arbeit darstellt, sondern das Vergnügen des Tages nur steigern kann." Hat eine Schauspielerin, die Shyamalan perfekt findet, doch die Frechheit, nach mehr als dem tariflichen Mindestlohn zu fragen - schon sind ihre Schwingungen böse und ihre Mitarbeit Geschichte. Und Kinos wird dann schon mal der fest zugesagte Film in letzter Minute entzogen, weil sie den Herrn Regisseur und sein Werk nicht so hervorstellen, wie dieser es gern hätte. Kurzum: Shyamalan verlangt Götzenanbetergleiche Verehrung oder man ist umgehend einer von den Bösen.
Wäre "Das Mädchen aus dem Wasser" nun ein Riesenerfolg geworden, hätte er sich ja noch bestätigt fühlen können, so aber werden Zweifel, dass Shyamalan mit dem immer noch brillanten "Sixth Sense" ein reiner Glückstreffer gelungen ist, dem er nichts Ebenbürtiges mehr folgen lassen kann, immer lauter. Zumindest wird "The Happening" jetzt darüber entscheiden, ob er sein massives Ego, die ebenso massiven Gehaltschecks und die künstlerische Komplettkontrolle über seine Projekte rechtfertigen kann.

Und um es gleich vorwegzunehmen: Nein, das kann er nicht. Dabei hatte Shyamalan hier ein klares Zeichen gesetzt und - ob absichtlich oder nicht - all das massiv zurückgefahren, was im Vorgängerfilm nicht funktionierte: Von seiner Privatmythologie über das Finden des eigenen Platzes im Universum, die ja quasi seit "Unbreakable" sein Werk bestimmt, ist nix zu sehen. Vom Regisseur übrigens auch nicht - sein Cameo findet diesmal nur stimmlich statt. Nach dem Höhepunkt der Egomanie in "Das Mädchen aus dem Wasser", in dem sich Shyamalan selbst als Märtyrer-haften Propheten besetzte, der die Welt zum Besseren verändern wird, eine dankbare Wendung. Und es gibt diesmal - so hat es der Regisseur selbst schon vorher verkündet - auch keine Wendungen, schon gar keine finalen Plot-Twists, die alles bisher Gesehene umwerfen. Ganz im Gegenteil, gradliniger als hier war Shyamalan nie, was sich auch als Problem erweist.
Man bekommt, was man sieht. Und man sieht hier die Geschichte eines unvorhergesehenen Ereignisses, das den Nordosten der USA heimsucht. Um was genau es sich dabei handelt, darum wurde ein Riesengeheimnis gemacht, zwar erfolgreich, aber doch unnötigerweise. Denn nach einem beklemmenden Anfang (dessen beste Szenen dummerweise alle schon im Trailer zu sehen waren) liefert der Film bereits nach fünf Minuten selbst die Auflösung, worum es in dieser Geschichte gehen wird. Das macht schon ratlos, denn subtiler Aufbau ist etwas anderes, und im Grunde beraubt sich Shyamalan seiner größten Waffe, dem Aufbauen einer mysteriösen Atmosphäre. Zudem wird der ohnehin recht krude rote Hering, den der Regisseur dann auswirft (sind vielleicht Terroristen für das Geschehen verantwortlich?), dadurch komplett unterminiert, was der Story nicht zugute kommt. Denn so fehlt tatsächlich jeder doppelte Boden, man weiß nach einer Viertelstunde, wer oder was hier die Bedrohung ist, und da muss ja der Film noch eineinviertel Stunden hinter sich bringen. Diese werden, soviel sei denn doch verraten, hauptsächlich von dem Lehrer Elliott (Mark Wahlberg) und seiner Frau Alma (Zooey Deschanel) bestritten, die mit Jess (Ashlyn Sanchez), der Tochter ihres Freundes Julian (John Leguizamo) im Schlepptau vor der Bedrohung zu entkommen versuchen.

"The Happening" ist in etwa so banal wie "Signs", nur eben ohne dessen religiös-mystischen Subtext, der jenen Film ja zumindest für manche Zuschauer noch sehenswert machte. Hier dagegen ist alles schon bedenklich offensichtlich. Es gibt nicht nur keine Subtexte, selbst an Haupttext fehlt es hier an Ecken und Enden: Das Protagonistenpaar ist schwach charakterisiert, die in ihr Verhältnis eingebaute dramatische Spannung geradezu lachhaft im offensichtlichen Aufbau (eine neonfarbene Einblendung "Ehebrecherin?" über Deschanels Kopf wäre ähnlich subtil gewesen) und ihrer extrem schwachen Auflösung. Leguizamo wird komplett verschenkt, wie überhaupt diverse Nebenfiguren mit Potential. Dialoge und Storylogik sind zeitweise zum Heulen. Und die Story selbst ist erstens recht ereignislos und zweitens weder sonderlich spannend, noch besonders mitreißend inszeniert.
Shyamalan bleibt bei seinem typisch betulichen, intimen Inszenierungsstil, in dem es hauptsächlich um Atmosphäre und weniger um Action geht. Was aber im Zusammenhang mit den mysteriösen Vorgängen in einigen seiner früheren Filme noch gut funktionierte, wird hier nichts. Im Grunde ist dies eine Art Fluchtfilm, und dafür ist Shyamalans langsamer, zurückgenommener Regiestil nicht geeignet, besonders wenn es tatsächlich nichts zu enthüllen gibt.
Klar, kurze Momente, die von ihrer Atmosphäre leben, gibt es immer noch: Eine gruselige, bedrohliche Szene kurz vor Schluss macht zwar inhaltlich wenig Sinn, lässt aber nochmal Shyamalans inszenatorische Klasse aufblitzen. Aber die gesamte Sequenz in einem abgelegenen Haus verdeutlicht nur noch mal das Dilemma des neuen alten Shyamalans: Sie existiert eigentlich nur, damit der Regisseur noch mal ein paar seiner altbekannten erfolgreichen Tricks hervorholen kann.
Der Großteil des Films dagegen ist auch stilistisch so banal wie der Inhalt. Und zumindest in dem Bereich ist man von Shyamalan anderes gewohnt. Und auch wenn "The Happening" ein deutlicher Schritt zurück zum Mainstream ist - oder so hofft man zumindest beim neuen Studio 20th Century Fox -, so ist diese farblose, oftmals schlicht langweilige Inszenierung auch nicht der Weg aus der Krise. Immerhin eine Neuerung gibt es: Shyamalan setzt zum ersten Mal grafische Gewalt ein und überrascht mit ein paar recht blutigen Schockeffekten.

Spoiler folgen in diesem Absatz, in dem man doch noch mal näher auf die Story eingehen muss, die sich als fast unfassbar dümmlich erweist. Da schlägt also die Natur zurück, bedient sich dieses mal aber nicht wild gewordener Tiere, wie sie in den meisten Vorläufern im Ökohorror-Subgenre auftreten. Nein, der Planet wehrt sich durch ein selbst produziertes Nervengift, das die Leute in den Massenselbstmord treibt. Schön und gut, nicht unbedingt wahnsinnig originell, aber machbar. Dann aber geht es bergab. Nicht nur, dass Shyamalan wie angesprochen diese Idee schon direkt am Anfang verrät, er inszeniert sie auch auf absurde Art und Weise. Dass etwa Menschen dem Wind davonlaufen können, da dieser quasi wie ein Slasher auf sie zugehastet kommt, ist nun wirklich zu absurd, um noch irgendwie durchzugehen. Dreist wird auch die ohnehin schon wacklige Logik des sich gegen zu viele Menschen auf einem Haufen wehrenden Planeten je nach Belieben geändert. Einmal sind fünf Menschen auf einem Fleck zuviel und werden eliminiert, wenn es sich dabei um unsere Helden handelt ist das aber kein Problem mehr. Und das, obwohl uns der Film nur kurze Zeit später erklärt, der Planet würde sensibler werden, so dass später gar ein einzelner Mensch reicht, um attackiert zu werden.
Abgesehen von solch Absurditäten und Logikfehlern ist "The Happening" unfassbar eindimensional und naiv in seiner Ökobotschaft. Menschen behandeln den Planeten schlecht, Planet wehrt sich und schlägt zurück. Dies ist also die gesamte Tiefe von Shyamalans Abhandlung über Mensch und Natur. Also quasi eine dramatische Adaption von "Eine unbequeme Wahrheit", nur mit weniger Power Point-Präsentationen, weniger Al Gore und vor allem viel weniger Hirn. Denn man konnte von jenem Dokumentarfilm und seinen Thesen zur Erderwärmung halten, was man wollte, er war zumindest glaubwürdig und intelligent aufgebaut. Zwei Dinge, die man von "The Happening" nun wirklich nicht behaupten kann. (Spoilerende)

Aus "The Happening" wird nichts halbes und nichts ganzes und schon gar kein guter Film. Und spätestens wenn dann am Schluss erst quasi geschummelt wird und dann ein Fernsehexperte nochmal den Leuten im Film und damit auch dem wohl für dumm gehaltenen Zuschauer haarklein erklärt, was sich da wohl zugetragen hat, ist der Film rettungslos verloren. Ein Film, der seinem Publikum nicht mal die nötige Intelligenz zutraut, sich selbst einen Reim auf das Geschehen zu machen, ist fast so schlimm wie einer, der die Intelligenz des Publikums direkt beleidigt, wie zuletzt "Das Mädchen aus dem Wasser" und zumindest in Teilen auch "Signs" und "The Village".
Shyamalan sollte nun endlich seinen heiß geliebten Auteur-Status noch mal überdenken und anfangen, anstatt seiner zunehmend stümperhaften Arbeit fremde (und damit hoffentlich bessere) Drehbücher zu verfilmen. Er ist so etwas wie die Alanis Morissette Hollywoods: Einen mitreißenden Hit geliefert, sich danach des Öfteren wiederholt und zunehmend im eigenen Gestus verfangen. Wo die Dame mit der überkippenden Stimme dringend mal jemand anderen ans Songschreiben ranlassen sollte, wird es jetzt auch dringend Zeit, dass M. Night das Drehbuchschreiben jemand anderem überlässt. Bevor es für seine Karriere heißt: Gute M. Nacht. Oh, und zur Ausgangsfrage: Eindeutig Scharlatan.

Simon Staake

Klingt ja grauenhaft. Wofür aber immerhin noch 4 Augen?

Also die Spoiler in der Kritik waren unnötig um den Film beschreiben. Ich lese immer auf dieser Seite weil hier detailierte Filmrezensionen aber eben ohne irgendwelche Spoiler geboten wereden _> bitte beibehalten!!!

Vielleicht sollte man (auch zukünftig) in Rezensionen noch erwähnen, dass der besprochene Film nur gekürzt im Kino zu sehen sein wird. Auch "The Happening" soll geschnitten sein.
Zumindest mich beeinflusst das in meiner Entscheidung, ob ich mir den entsprechenden Film im Kino wirklich antue.

7

mal ehrlich leute, ich glaube, die ganzen trailer zu m.nights filmen suchen in der filmwelt doch ihresgleichen, da sie mit abstand zu denen gehören, die viel versprechen und meist garnichts davon halten können...und selbst "the sixth sense" war, bis auf den plottwist, nicht mehr als durchschnittlich.
das m.night auch bei seinem neuen film, wie auch schon bei "das mädchen aus dem wasser", seine eigene suppe aus esoterik meets öko meets thriller kocht, kann man ihm ja eigentlich nicht verübeln...
ich fand the happening streckenweise sehr stimmungsvoll und durchaus spannend, gestört haben mich lediglich die paar wenigen "gags"..falls die überhaupt als solche gemeint waren...
das alle schauspieler unter ihrem level agieren ist schon seltsam, hätte marky mark wahlberg diesen film gleich nach seiner karriere als rapper gedreht, er wäre wohl sang- und klanglos untergegangen...

8

Gerade drin gewesen, grandios: Nur 10 Leute (im amerikanischen Original), wohl dank Fussball.
Gerade erst gelesen, dass der Film (selbst im besagten englischen Original) Deutschland sei Dank zensiert war???

Naja, wie auch immer: Wie jeder Shyamalan hat auch the Happening absolut grandiose Gänsehaut-Atmosphähre. Wie man normale Natur so unbeschreiblich unheimlich Thrillermäßig rüberbringen kann, genial.

Shyamalan war noch nie der beste Filmemacher (vielmehr ein grandioser Geschichtenerzähler), so hat auch dieser Film nicht wirklich richtig schöne "Shots" und Kameraeinstellungen. Aber das hatte noch keiner seiner Filme. Was bei seinem Filmen zählt ist schlicht und einfach: Die Atmosphäre.
Und auch wenn das Ende leider keinerlei "turning point" hatte (Damit scheint Shyamalan ja eh aufzuhören), so habe ich doch selbst das Kino noch mit Gänsehaut verlassen.

Köstlich, wie ich damals nach Signs Mr. Shyamalan erstmal abgeschrieben hatte. Erst dieses Jahr aufgrund meines Berufes bin ich mit dem Soundtrack von The Village in Berührung gekommen und hatte das erste Mal seit dem Erscheinungsjahrs von Signs wieder einen Shyamalan Film erlebt und war sofort wieder ergriffen.

Damit ist der Liste der Shyamalan Filme folgendermaßen:

Unbreakable
Sixth Sense
The Happening
The Village
Lady in the Water
Signs

Freue mich bereits auf jedes weitere Projekt.

warum hat denn das mädchen aus dem wasser die intelligenz des publikums beleidigt? ich mochte den film damals, wenn man die fantasie besaß sich drauf einzulassen

Ich kann gar nicht nachvollziehen warum Shayamalan's Filme so nieder gemacht werden. Keinen seiner Filme fand ich bisher schlecht. Sixth Sense war meiner Meinung nach nicht mal sein bestes Werk. Leider erwarteten die Zuschauer seit diesem Film, in jedem seiner nachfolgenden Werke ein Hammer-Ende. Deswegen war Sixth Sense "Segen und Fluch" zugleich. In Sachen Spannung, Atmosphäre und Charakterdesign ist Shayamalan einfach top! Im Gegensatz zu manch anderer Hollywood-Regisseur.

10

KEIN Spoiler in dieser Rezension.

Bombenfilm! Super spannend und super fesselnd. Heftige Schockmomente ohne in Splatter auszuarten oder zu brutal zu sein. Richtig gut!!!

10

Wieder mal ein typisches Beispiel dafür, wie die Kritiker von "filmszene" gute filme schlecht machen, weil diese ihren eigenen Vorstellungen wie ein guter Film ihrer Meinung nach sein sollte nicht entsprechen.
Ich persöhnlich fand Story, Schauspieler (vorallem Mark Wahlberg), Spannungsaufbau und Atmosphäre sehr gut.
Shayamalan ist nach dem etwas schwachen "Das Mädchen im Wasser" wieder zurück.
Desweitern finde ich es nicht so schlimm, dass Shayamalan auf die überraschende Wende in "The Happening" verzichtet hat, da diese bei der Umweltschutzbotschaft die der Film vermittelt nur im Weg gestanden hätte.

2

Global Warming 4 Life..

Ich habe mich überreden lassen mit ins Kino zu gehen und meine Meinung über Shyamalan hat sich mal wieder bestätigt. Der Mann ist einfach ein mieser Filmemacher und es gibt wohl nur wenige, die so überschätzt werden wie er.
Er sollte sich auf Trailer spezialisieren, denn das kann er zweifelsohne, aber von allem über 5 Minuten Spieldauer sollte er die Finger lassen.

Auf keinen Fall reingehen!

8

Kein MEGAhit aber auch nicht im entferntesten ein MEGAflop was die Aussagen von vielen Filmkritiken die ich bisher gelesen habe wiederspiegelt.

Ich fand den Film gut! Man weiß bis zum Ende nicht was eigentlich los ist und man hat schon ein gewisses Gänsehautfeeling! Klasse Atmosphäre! Klasse Spannung!

Also schaut ihn euch am besten selbst an und macht euch euer eigenes Bild!

lg

3

Ja,der Film war wirklich langweilig,der schlechteste Film von Shyamalan.Die besten sind und bleiben meiner Meinung nach Sixth sense, Unbreakable (großartig dieser Film!)und The village!

Leider deutlich gekürzt, wie in diesem Interview mit dem Regisseur zu lesen ist:

"FOCUS Online: In "The Happening" überlassen Sie vieles der Vorstellungskraft des Publikums. Gab es Überlegungen, mehr Grausamkeiten zu zeigen?

Shyamalan: In Deutschland gibt es nur eine entschärfte Version des Films zu sehen, weil ihr hier zwar liberaler seid, was Sex im Film angeht, aber nicht im Hinblick auf Gewaltdarstellungen. In Amerika ist es genau anders herum. Es verstört den Zuschauer besonders, wenn man auf intensive Weise mit ansieht, wie Menschen sich nicht mehr schützen können beziehungsweise wollen. Aber leider sind diesbezüglich mehrere Szenen der Schere zum Opfer gefallen: Man sieht in Deutschland nicht, wie der Arm eines Manns von einem Löwen abgebissen wird oder wie sich die Frau in der Eröffnungsszene mit der Haarstecknadel umbringt. Man sieht außerdem nicht, wie ein Mann von einem riesigen Rasenmäher überrollt wird. In Previews sind die Zuschauer fast ausgeflippt angesichts dieses unglaublichen Effekts."

Schade! Ich hätte den Film gerne im Kino gesehen. Aber nicht volles Kinogeld für den halben Film!

Was soll das?? Immer wieder werden Filme für das deutsche Kino nur in gekürzten Versionen gezeigt. Zuletzt bei Iron Man. Und da wundern die Betreiber sich, dass immer mehr auf die DVD warten oder sich die ungekürzten Versionen aus dem Net besorgen.

3

Schade! - ich mag ein paar Filme von Shyamalan wirklich sehr - insbesondere Signs und The Village (6th Sense natürlich auch).
Offensichtlich wollte er in diesem Film einiges anders machen als in den Vorgängern, es ist ihm aber leider gründlich mißlungen.

*mittelschwache spoilerwarnung*

The Happening ist offensichtlich Shyamalans Beitrag zum Zombie-Genre. Vieles an der Ausgangssituation erinnert an "Night of the Living Dead", es ist dieses mal nicht die Strahlung der Venus-Sonde sondern eine (leider vollkommen unglaubhaft ausgedachte) chemische Absonderung der Pflanzenwelt am untot-werden der Menschen schuld ist.
Die Zombies sind - das muß man S. immerhin zugute halten, mal nicht auf frisches Menschenfleisch aus und damit selbst Freiwild in Menschengestalt, sondern wollen lediglich sich selbst umbringen.
Aber da beginnt schon das erste große Problem des Films: Die expliziten Selbsttötungsszenen scheinen mit den schön gefilmten Vegetationsbildern in keinerlei innerem Bezug zu stehen, und obendrein - bis auf knapp zwei Ausnahmen - über den reinen schockierenden Schauwert hinaus auch keine besondere psychologische Relevanz für die Figuren des Films oder der des Zuschauers zu haben.
Shyamalan ist nunmal der Meister dessen, was man nicht sieht - der diffusen Ängste. Dieser Film ist aber voller Szenen, in denen man genau sieht und hört was da schreckliches passiert, die Angst aber trotzdem nicht rüberkommt, sondern alles eher wirkt wie ein Telespiel (e.g. die Sims).

Es ist auch ein wenig seltsam zu sehen, wie Shyamalan am Ende mehrfach fast direkt sich selbst zitiert (insbesondere "Signs"), fast so, als ob er auf Nummer sicher gehen wollte - und dabei zwar ein paar gute second-hand Grusel erzeugt, aber auch den Kern des Films aus den Augen verliert.

Das schlimmste an dem Film sind aber die Dialoge und Mark Wahlbergs Schauspiel (was beides Shyamalan als Drehbuchautor und Regisseur mit zuzurechnen ist), die den Zuschauer immer wieder erfolgreich in den Kinosessel vor die Leinwand zurückbefördern. (Ich sag nur "Plastikpflanze")

************

Shyamalan ist immernoch am Besten, wenn er den Grusel in die Fantasie des Zuschauers manövriert. Explizit gemacht, so wie hier, hat er es wohl schwerer, insbesondere wenn die Dialoge nichts mit der Umgebung zu tun haben und das Timing auch nicht stimmt.
Ein paar Szenen mit interessantem Gefühl hat der Film - sofern es nicht von der Filmmusik überdimensional ins Gesicht des Zuschauers geschmiert wird - aber dazwischen gibt es einfach zu vieles was nicht funktioniert, stimmt oder seltsam schlecht geschauspielert ist.
Ein Rätsel!
Ich hoffe der Nächste Film von S. wird wieder besser - jedenfalls sind seine bisherigen Filme oft auf eine Weise für menschliche Befindlichkeiten sensibel, die man sonst selten findet - drücken wir ihm weiterhin die Daumen - und tun so als ob "The Happening" nie passiert wäre.

Zitat:
>> Und spätestens wenn dann am Schluss erst quasi geschummelt wird und dann ein Fernsehexperte nochmal den Leuten im Film und damit auch dem wohl für dumm gehaltenen Zuschauer haarklein erklärt, was sich da wohl zugetragen hat, ist der Film rettungslos verloren. Ein Film, der seinem Publikum nicht mal die nötige Intelligenz zutraut, sich selbst einen Reim auf das Geschehen zu machen, ist fast so schlimm wie einer, der die Intelligenz des Publikums direkt beleidigt, wie zuletzt "Das Mädchen aus dem Wasser" und zumindest in Teilen auch "Signs" und "The Village". <<

Ich habe den Film nicht gesehen und werde das auch nicht so bald nachholen, aber dieser Kritikpunkt hat mich etwas irritiert. Wurde bei dem landauf landab hochgelobten "Psycho" damals nicht auch am Ende alles haarklein erklärt? Ich weiss, man löste das damals wohl so, weil die Zuschauer von dem Film schon so verstört waren und man ihnen noch zumindest einen fixen Orientierungspunkt geben wollte, aber trotzdem. Warum darf Shyamalan nicht, was Hitchcock darf?

Frage:
Wurde bei dem landauf landab hochgelobten "Psycho" damals nicht auch am Ende alles haarklein erklärt? Ich weiss, man löste das damals wohl so, weil die Zuschauer von dem Film schon so verstört waren und man ihnen noch zumindest einen fixen Orientierungspunkt geben wollte, aber trotzdem. Warum darf Shyamalan nicht, was Hitchcock darf?

Antwort: Weil wir nicht mehr 1960 haben.

6

Shayamals Fehler lag ganz klar daran, dass er die Auflösung dem Zuschauer zu deutlich und zu früh vor das Gesicht hält. Etwas mehr Interpretationsfreiheit hätte er dem Zuschauer schon lassen können. Die Dialoge waren stellenweise recht flach und leider manchmal auch so ausgelegt, dass unaufmerksame Zuschauer ja gleich mitbekommen, was z.B. Mark Wahlberg in der Telefonszene hört, was aber der Zuschauer selbst hört (den Wind) oder das diese oder jene Figur keinen Handyempfang haben, oder diese oder jene Person darüber reden muss, dass sie Menschen sieht, die sich weh tun ("Was ist da los? Oh mein Gott! Ist das Blut?"). Banale Dialoge schummeln sich ab und an also rein.

Ansonsten war Happening sehr atmosphärisch, spannend und teilweise sogar sehr mitreisend. Leider, wie schon erwähnt, gekürzt. Sehr tolle Kameraarbeit und eine schaurige Filmmusik von James Newton Howard. Shayamalns schwächste Arbeit aber trotzdem noch ein Werk, dass auf jeden Fall sehenswert ist.

3

Wenn 1 - unterirdischer scheiss ist und 2 - sinnlos und belanglos , ist 3- immer noch: nervtötender Quatsch.
The happening. Von M. Night Shylaman. Oder so ähnlich.

„Wer macht, dass die Menschen nicht mehr leben wollen?“ „Der Todesking!“

Gute Frage, immerhin hatte Jörg Buttgereit, Master der deutschen Underground-Splatterfilmer, eine ganz gute Antwort. „Der Todesking“, das ist immerhin gut formulierter Mythos, die plakative Erklärung für das schwer Verdauliche, leicht auch als das Unerklärliche, Übernatürliche, Göttliche abgetan. So wie in „Wer macht das Geräusch beim Gewitter? Donar, der Donnergott.“ Na klar.

Klar ist hingegen, dass es eine ganz einfache, gesellschaftliche Erklärung gibt: Wer nicht mehr gebraucht, akzeptiert und geliebt wird, ohne welches ein Mensch als soziales Wesen nun mal nicht existieren kann, zieht sich in der Regel selber aus dem Verkehr. Und das fällt bei 11.000 Selbstmorden pro Jahr in Deutschland auch nicht weiter auf, solange man nicht jemanden mitnimmt und man das ganze Familientragödie oder Schüleramoklauf nennen kann. Zu einfach und offensichtlich? Dann brauchen wir noch ne ablenkende Hollywooderklärung.

Shalaymon, oder wie auch immer, hat also nun noch eine dritte Theorie: Die Gräser, Bäume, Pflanzen, das ganze Grünzeugs will uns umlegen. Rache der Natur. Entziehen uns per Pollenflug den Lebenswillen. Oder so. Naturwissenschaftlich völliger Quatsch, aber vielleicht ja eine gute Metapher.

Jedenfalls ergibt es viele gute, ziemlich böse Bilder. Von kollektiv aus dem Gerüst springenden Bauarbeitern, die wie tote Fliegen auf den Beton klatschen, bis zu Spaziergänger-Kolonnen in der Park-Allee, die alle gleichzeitig stehen bleiben, sich die Haarnadel durchs Gehirn jagen oder den Colt des geselbstmordeten Polizisten so lange weiterreichen, bis die Munition aufgebraucht ist. Und selbst dann bleiben auch noch so groteske Methoden, wie in den Löwenkäfig zu klettern oder sich unter den Rasenmäher zu legen. Was hätte man da alles draus machen können... Klasse verstörende Bilder. Wenn sie zu etwas genutzt würden. Für eine Aussage z.B. die über: die Rache der Natur! hinausgeht. Die eigentliche, soziale Erklärung zum Beispiel. Aber da hat Schollymann auch keinen Bock darauf.

Selbst das wäre noch erträglich, wenn sich eine konkrete Handlungsanweisung aus der Story ableiten ließe. Sprecht mehr mit euren pflanzen! , z.B., aber das wird durch eine ultrakomische Szene wo Marky Mark mit einer Gummipflanze spricht eher lächerlich gemacht. Oder möglicher Appell B: Die Regierung muss mehr Umweltschutz machen!
Das sagt sich immer leicht und zu spät, so dass am Ende das Ende der ganzen Menschheit eigentlich unabwendbar ist.
Wäre. Wenn sich, und jetzt kommen Unlogik und sozialer Ablenkungsmystizismus zusammen, nicht durch Liebe und Familiären Zusammenhalt nicht doch alles wieder einrenken ließe. Wie das in amerikanischen Drehbüchern immer so ist.

Ganz schlimm, mein lieber Shalyman, wie du 3/4 des Films damit zu bestreiten versuchst, wie Marky und seine Filmfrau in schrecklich aufgesagten Dialogen wieder zusammenfinden. Selbst wenn man das den Schauspielern glauben würde, ergäbe es innerhalb der Filmstory noch immer keinen Sinn. Außer, und jetzt kommts, folgenden: „Die Familie ist die natürliche Ordnung des Menschen. Alles andere bringt die Natur gegen uns auf, so dass sie sich gegen uns wendet.“ Kann das sein, dass hier die ganze Aufklärung von Kant bis Hegel abgeschafft wird und wir uns lieber gleich Rousseau zuwenden sollen?

Ja. Das ist es nämlich was Shlymarr uns da erzählt. Aber natürlich sind die Family Values die Botschaft fast jeden amerikanischen Films. Hab ich schon erwähnt, dass die Natur, wenn sie natürlich, statt moralisch killen würde, schon längst nicht nur ganz New Hampshire exakt in den politischen Grenzen von New Hampshire, sondern auch unsere kleine Heldenfamilie im Zentrum davon gnadenlos dahingerafft hätte? Das darf, wenn das Familyvalue-Ende erstmal vorgegeben ist, leider nicht vorkommen. So kann sich das Gesamturteil, trotz guter Einzelszenen am Anfang, nur zwischen „ideologisch reaktionäre Endzeit-Vision“,
„verlogenes Öko- und Familienmelodram“ und „hirnloser Mystik- &- ScienceFictionQuatsch in Form einer Soap Opera“ bewegen. Selten so langweiliges, nervendes, schlecht gefilmtes und schlecht geschauspieltes, inhaltlich völlig danebenes Kino gesehen, mein lieber Scholly!

PS: Das einzig wirklich gute Werk von ihm ist, finde ich The village.

Kidg

10

Also ich habe mir den Film heute im Englischen Original in Denver angeschaut und ich liebe Shyamalans Gruselmomente. Einfach Hammer und sie geben einem ein bisschen zu denken. Wenn sich die Natur so rächen würde dann hätten wir nichts zu lachen. Einfach genial und keep it real!

7

Also ich muss zugeben ich bin ein Fan von Shyamalans Filmen. Mir hat sogar Signs sehr gut gefallen, obwohl dieser teilweise mit Hohn überschüttet wurde. Man muss sagen das Shyamalan ebend nun mal nicht der große Künstler ist, bei dem alles einen höheren Sinn haben muss. Was er aber kann ist eine Geschichte so zu erzählen, dass sie für Leute, die nicht sofort weglaufen, wenn mal etwas mysteriöses/übernatürliches geschieht, ungemein spannend ist. Auch kann ich über seine humorvollen Szenen lachen (ebend zB die Szene in Signs mit den Alu-Hüten).

Die Kritiken von "The Lady in the Water" oder wie der heißt hatten mich so sehr abgeschreckt, das ich ihn mir als ersten von seinen Filmen nicht angesehen habe. Auch die Kritiken von the Happening war ja eher durchwachsen, bis schlecht. Irgendwie hab ich mich dann doch durchgerungen ihn mir anzusehen. Und ich bereue es absolut nicht. Auch hier wieder keine ganz große Kunst, aber trotzdem hat mich die Story gefangen genommen. Es gab genug Szenen, die wieder zum in Hose machen waren. Die schauspielerischen Leistungen waren solide, aber nicht weiter erwähnens Wert. Dafür war die weibliche Hauptdarstellerin was fürs (männliche) Auge (ja ich weiß, nicht das Totschlagargument für einen guten Film), und Walberg wird den weiblichen Zuschauerinnen sicher auch gefallen haben.

Der übliche Plottwist fehlte zwar, aber so sehr hab ich ihn nicht vermisst. Das geschnitten wurde hab ich so nicht gemerkt, die Szenen hätten auch durchaus mit absicht nicht in aller Ausführlichkeit gezeigt wurden sein. Am meisten gestört haben mich die Nachrichtenszenen. Nicht so besonders das dabei zu viel erklärt wurde, viel eher das Sie einfach billig aussahen.

Fazit: Wenn man seinen Stil mag, sollte man sich diesen Film antuen. Er ist zwar anders als alle vorherigen, aber die Handschrift ist immernoch zu erkennen. Vielleicht genießt man ja einen so unterhaltsamen Kinoabend wie ich.

7

Mit großer Vorfreude und großen Erwartungen besuchte ich mein Stammkino, um mir Shyamalans neuesten Gruselstreifen anzusehen. Wie schon zuvor habe ich mich im Vorfeld nicht über den genauen Inhalt informiert und wusste lediglich das, was im Trailer verraten wurde.
Und nach Verlassen des Kinos war ich nicht enttäuscht. Vielleicht etwas unbefriedigt ob des unvollstädnigen Abschlusses und der vielleicht doch nicht ganz zu Ende gedachten Geschichte, aber insgesamt hatte ich das Gefühl, einen guten Film gesehen zu haben.
Mit üblen Kritiken habe ich allerdings auch gerechnet, denn wie schon in den Vorgängerfilmen geht es auch hier nicht um Mainstreamkino, sondern um effektarmes, ruhig erzähltes Spannungskino. Und das gelingt auch hier, wenn man auch dieses Mal zwei Augen zudrücken muss.
SPOILER: Ob man so einfach vor dem Wind davonrennen kann bzw. sich sogar in einem alten Bauernhaus verschanzen und ihm quasi die Tür vor der Nase zuschlagen kann, muss man schon durchgehen lassen. ENDE SPOILER. So verfehlt der Film eine höhere Wertung, da die ganze Handlung un der Spannungsaufbau etwas überkonstruiert wirkt.
Was mich allerdings an den ganzen "FILM"kritikern stört, ist die Tatsache, dass es die neue Modeerscheinung ist, auf dem Regisseur herumzureiten. Bisher wurde er für jedes seiner Werke überwiegend gelobt und sein Stil bewundert und kaum dreht er einmal einen mittelmäßigen Film (The Happening ist mit Sicherheit kein schlechter), gilt er wörtlich als Scharlatan.
Untermauert werden diese Argumente dann mit seinem Ego, das durchaus überproportioniert sein mag, und seinen Disputen mit irgendwelchen Studios. Mal ehrlich: welchen Zuschauer juckt das? Uns hat doch am Ende nur das zu interessieren, was auf der Leinwand passiert. Der Film mag nicht jedem gefallen, aber eine Kritik sollte auch auf den Film abzielen, nicht auf die Person dahinter. Es ist dasselbe wie mit Kevin Costner, der mit Postman zurecht einen Flop gelandet hat, danach aber nicht mehr unangenehm aufgefallen ist. Trotzdem wurden fast alle Filme mit seiner Beteiligung heftigst kritisiert und auf seine Person zurückgeführt. Oder Tom Cruise, bei dem sein Einsatz für Scientology es für viele wichtiger zu sein scheint, als sein Beruf. Mir ist es egal, was Cruise privat macht, solange er gut spielt und die Leinwand nicht als Propagandamittel missbraucht.
Und so ist es auch mit Shyamalan. Lasst doch den Typen ein Ego haben und von sich überzeugt sein. Er hat uns jedenfalls gezeigt, dass man für einen Film keine hektischen Schnitte, tiefgründige Dialoge aus einem Psychologiehandbuch, CGI Effekte oder pyortechnsiche Meisterleistungen benötigt. Und das tun außer ihm nicht viele, wodurch jeder seiner Filme etwas besonderes bleibt, wenn ihm auch nicht jeder gleich gut gelingen mag.
Warum er nach "Sixth sense" keinen ebenbürtigen Film mehr zustande gebracht hat, liegt einfach daran, dass damals niemand dachte, dass der Film ein Geheimnis verbirgt und am Ende mit einer drastischen Wendung kontert. Alle nachfolgenden Filme schreien dem Publikum geradezu entgegen: "Hier gibt es ein Geheimnis!!!! Passt mal gut auf, wie das am Ende aufgelöst wird!"
Besipiele: Unbreakable: warum hat Burce Willis als einziger unverletzt überlebt? Signs: was steckt hinter den Kornkreisen? Viilage: was sind das für Wesen im Wald? Mädchen aus dem Wasser: woher kommt sie wirklich? Happening: was geht da vor? Und bei jeder der Auflösungen - ob banal oder genial konstruiert - kann natürlich nur eine Enttäuschung das Resultat sein, den die Erwartung ist schon von Beginn an gigantisch. Bei "Sixth sense" stellte sich kaum einer die Frage, was dahinter steckt, weil man dachte, es ist ja alles klar.
Auch ich hätte für eine Auflösung von "The Happening" viele gute (vielleicht auch bessere) Ideen gehabt und auch ich wollte nicht glauben, dass alles so banal ist, aber der Spannung und der Qualität des Films als solcher tut das keinen Abbruch. Ich hoffe trotzdem, dass er mit seinem nächsten Projekt zu seinen Wurzeln zurückfindet, von denen er sich (möglicherweise auch durch Vorwürfe, er würde immer dasselbe machen) stückchenweise entfernt.

Seit Signs war ich in keinem seiner Filme mehr in Kino.

Das war das mieseste, was ich damals in 10 Jahren im Kino aushalten musste. (Oder lustigste - Ausserirdische die zwar Lichtjahre zurück legen können, aber nicht in der Lage sind eine Tür zu öffnen)

The Village war ganz ok für einen DVD-Abend und das Mädchen aus dem Wasser war einfach nur noch Müll.

The Happening wird wohl ein weiterer DVD-Abend werden. Gespannt, bin ich nicht wirklich auf ihn.

2

Nach einem verheissungsvollen und spannenden Anfang (atmosphärisch sehr dicht inszeniert) gleitet dieses Machwerk bereits nach sehr kurzer Zeit ab in Richtung geisteskranker Quatsch mit völlig blödsinnigen Dialogen und einem absolut lächerlichen Drehbuch voller Widersprüchlichkeiten. Quasi ein Schlag ins Gesicht für jeden halbwegs mündigen Kinobesucher. Ein kruder und unausgegorener Quark von einem offensichtlich geisteskranken Regisseur. Die Bewertung der Filmszene-Redaktion kann ich nicht verstehen. Wofür gibt es hier 4 Punkte, nach dem Totalverriß?????????

Ein Film zum Abgewöhnen !!!!!!!!

2

Ich geb's zu: Der trailer hat mich in den Film gelockt...ich bin drauf reingefallen...
Das ist eine der ärgsten Graupen, die sich Shyamalan bisher geleistet hat. Der Anfang ist wirklich gelungen inszeniert und läßt kurzzeitig die einstige Klasse des Halbinders durchblitzen. Ich habe allerdings ab Minute 20 vergeblich darauf gewartet, das noch irgendwas interessantes oder (wie konnte ich nur so dumm sein) überraschendes passiert. Stattdessen muss man sich nervtötende Dialoge anhören und bekommt beinahe einen Lachanfall wegen der dumm-dämlich apathisch dreinschauenden Zooey Deschanel. Allgemein übertreffen sich die Darsteller in ihrer abgrundtief schlechten und völlig deplatziert wirkenden Schauspielleistung. Gerade so, als wären alle Menschen komplette Vollidioten, die den ganzen Tag nur einen einzigen Gesichtsausdruck drauf haben (und ich rede hier NICHT von den Selbstmördern).
Bleibt zu hoffen, dass sich Shyamalan entweder zusammenreißt und endlich wieder das schreibt, was er am Besten kann: nämlich Geschichten mit unerwarteten Wendungen und Enden oder dass er von seinem Selbstüberschätzungstrip runter kommt und sich aus dem Filmgeschäft zurückzieht...

(finde es übrigens sehr bezeichnend für die Einfallslosigkeit von M. Night, dass er mittlerweile sogar auf Gore setzen muss, um schockmomente zu schaffen...)

1

Als großer Fan von Shyamalans Filmen (Sixth Sense, Unbreakable, Signs und The Village), gab ich diesem "Film" trotz der vielen negativen Kritiken eine Chance. Was ich dann in den 90 Minuten "Film" erleben durfte, kann nur als Zumutung bezeichnet werden.

Der Anfang erweckte durchaus Hoffnung, dass es sich um einen stimmungsvollen Film handeln könnte, doch schon die erste Dialogszene auf der Parkbank verursachte ein gemischtes Gefühl: Holprig, in der Qualität einer Daily-Soap. War ich an dieser Stelle des Films noch guter Dinge, dass dies nur ein kleiner Ausrutscher war, wurde ich keine 10 Minuten später eines Besseren belehrt. Sinnfreie, völlig unpassende Dialoge sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Was mir aber an diesem Film wirklich schwer im Magen lag, war die "handwerkliche" Qualität. Es kann nicht sein, dass man bei einem Film der mehrere Millionen Dollar gekostet haben soll, bei fast ALLEN Dialogszenen Mikrophone im Bild hängen sieht. Dies ist einfach nur peinlich.

Mein Fazit:
Die durch die ersten Minuten vielleicht aufgekommene Spannung, wird durch gruselige Dialoge, eine naive unintelligente Handlung und viele peinliche Szenen konsequent im Keim erstickt. Für mich ein heisser Anwärter auf die Goldene Himbeere 2008 in vielen Kategorien.

7

Guter Film mit tollen Bildern und einem hochwertigen Mark Wahlberg. Mehr aber auch nicht.

2

grandioser anfang!!!! dann kommt... nichts mehr?
...

ich bin kein fan des "m. night", aber was der gute mann
mit diesem film aufgetischt hat, ist in allen belangen zu wenig.

2

für meinen kleinen wars spannend, da er die umgedrehten autos auf dem filmplakat bewundert hatte ("schau papa, der vw steht auf dem kopf")

ansonsten eher ein fader film

8

Shyamalan kann's einfach. Und dank einem sehr dezent spielenden Cast,die in diesem Film jedoch genau passt und sehr bewegt, einem genialen Score von James Newton Howard und einigen richtig verstörenden Bildern hat er es schon wieder geschafft, sich in mein Filmherz zu filmen. Und was sagt mir das? Bei dem guten Night nicht mehr auf die Kritiker hören, sondern einfach reingehen. Lady in the Water wird so schnell wie möglich nachgeholt :)

The sixth Sense

6

Gänsehaut ist garantiert. Die Story für Shyamalan recht blutig, aber durchaus spannend. Am Ende flacht die Story ab und das abrupte Ende ohne die sonst üblichen Wendungen ist eher enttäuschend!

6

Bin ein Fan von Shyamalan und fand eigentlich bisher keinen Film von ihm wirklich schlecht. Ich muss aber auch sagen, dass die Qualität nach Umbreakable (sein bester Film!) merklich nachgelassen hat.
An Signs habe ich mich z.B. erst nach mehrmaligem Anschauen gewöhnt und konnte ihm etwas abgewinnen.
Aber zurück zu the Happening: Der Film ist definitiv kein Meisterwerk. Ich fand ihn aber doch ganz sehenswert. Für mich gibt es 2 grosse Kritikpunkte: 1. Mark Wahlberg: Da hätte man auch gleich eine Schaufensterpuppe hinstellen und synchronisieren können. Mir ging der ewig gleiche, nichts-sagende Gesichtsausdruck schon nach wenigen Minuten echt auf die Nerven. Ich gebe zu, die holprigen Dialoge haben sicher auch nicht geholfen, aber ein anderer Schauspieler hätte trotzdem mehr daraus machen können.
2. Die deutsche Fassung war total zerschnitten. Bei einem Film der eh schon sehr flach ist in der Handlung und einzig Schock-Momente als Höhepunkte bietet, ist es einfach lächerlich, genau diese Spannungsspitzen wegzuschneiden. Genau das wurde aber gemacht. Praktisch alle Todes-Szenen wurden offensichtlich auf eine Freigabe ab 9 Jahren getrimmt. Die Originalversion hat mich deutlich mehr überzeugt und wirkte auch emotional nicht mehr so flach.

Wie immer gefiel mir aber Shyamalan's skurile Art den Film zu inszenieren... seine Figuren und Story-Ideen sind einfach immer recht skuril und machen - zumindest mir - Spass. Ich stimme aber zu, dass er zu Beginn seiner Karriere nach nur einem Film viel zu stark "gehypt" wurde. Auch Herr Shyamalan kocht halt nur mit Wasser!

Aber immer noch besser, als einen Film von Michael Bay über sich ergehen zu lassen!

3

Shyamalan bastelte einen 60 Millionen Dollar B-Movie zusammen, der zu Beginn durchaus zu gefallen wusste, dann jedoch schien Shyamalan selbst von seinem Filmvirus zum Qualitäts-Suizid getrieben worden zu sein. Ob danach Uwe Boll im Regiestuhl Platz nahm, weiß man nicht genau.

4

Der schlechteste Film von Shyamalan!

6

Das ist immer noch gutes Kino! Herr 'Night' zeigt, dass er immer noch in Hollywood jemand ist, bei dem nach auf kommende Filme gespannt sein darf. Vielleicht gelingt ihm ja mal wieder ein großer Wurf? Hoffnung ist angesagt, denn auch "The Happening" hat einige gute, außergewöhnliche Ansätze: eine im Kern spannende Geschichte, die gerade die heile Natur in ihr Gegenteil verkehrt (egal, wie wissenschaftlich erklärbar das sein mag), die mit Versatzstücken der amerikanischen Terrorangst spielt und die Gelegenheit für diesen eigentümlichen Horror von Herrn 'Night' gibt: gruselig oder auch wie hier brutal, aber eben nicht einfach Schock, sondern durchdacht bis fast ironisch. Und es sind immer wieder einzelne Szenen, die einfach gelungen sind, z.B. als das Mädchen schaukelt, und man von oben sieht, wie die Schaukel befestigt ist: an zwei langen Schrauben, die 'rücksichtslos' durch einen Ast getrieben wurden. Hier macht der Film Sinn, hier kann man 'die Natur' fast schon verstehen.
Aber leider passt so vieles anderes nicht: Die Hauptfiguren sind schwach oder einfach schlecht besetzt (oder beides). Wahlbergs Figur bleibt ein uninteressanter, blasser Bio-Lehrer, Frau Deschanel darf nur blauäugig gucken und selbst das Mädchen bleibt weitgehend stumm. Da hätte ich lieber Herrn Leguizamo (kennt man den irgendwoher?) in der Hauptrolle gesehen. Des weiteren ist es völlg kontraproduktiv, der ganzen Geschichte eine weitere überzustülpen: die Ehekrise der beiden Hauptdarsteller. Beim Bonusmaterial der DVD-Fassung gibt es sogar die ursprüngliche Anfangsszene, die den Streit zwischen beiden zeigt. Man weiss nicht, ob das rauslassen dieser Szene schlau war oder nicht: ohne sie bleibt die ganze Ehekrise irgendwie unklar und randständig, wäre sie drin geblieben, dann hätte dieser Erzählstrang noch mehr unnötigen Raum eingenommen.
Auch ist von Mr. Nights überraschenden Wendungen hier nur noch ein sinnloser Abklatsch: das rettende Refugium erweist sich 'plötzlich' als Psycho-Haus mit ebensolcher Bewohnerin. Das hat mit der Story gar nichts zu tun und bleibt so ohne Bezug zur Handlung.
Ein Film der vertanen Gelegenheiten. Da heisst es warten...

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